Über uns



- Unsere Feuerwehr im Gemeindeverbund

- Zuggliederung

- Geschichte

- Ehemalige Ortsbrandmeister


Unsere Feuerwehr im Gemeindeverbund

Die Gemeindefeuerwehr Amelinghausen besteht aus 9 Ortsfeuerwehren. Die Wehren gliedern sich in eine Schwerpunktfeuerwehr in Amelinghausen, unsere Stützpunktfeuerwehr in Soderstorf, sowie sieben weitere Wehren in den Ortschaften Betzendorf, Drögennindorf, Oldendorf/Luhe, Raven/Rolfsen, Rehlingen, Tellmer und Wetzen. 

 

Als Stützpunktfeuerwehr verfügen wir über einen entsprechend größeren Umfang an personeller Stärke und materieller Ausstatung. Zudem sind wir in die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Lüneburg eingebunden.

Wie alle Ortsfeuerwehren sind wir für die Gefahrenabwehr innerhalb unseres Ortsgebietes verantwortlich. Bei größeren Schadenslagen und insbesondere am Tage, aufgrund der mitunter geringeren personellen Verfügbarkeiten, arbeiten die Gemeindefeuerwehren hierbei oftmals ortsübergreifend zusammen.

 

In Soderstorf steht uns mit dem ehemaligen Kreisbauhof, zusätzlich neben dem Feuerwehrhaus, auch noch eine größere Unterstellmöglichkeit für zusätzliches feuerwehrtechnisches Gerät der Gemeindefeuerwehr zur Verfügung. Dies betrifft unter anderem den von den Samtgemeinden Amelinghausen, Gellersen und Ilmenau beschaffte Schlauchwagen (SW) 2000, der vorrangig von unserem Personal betreut wird.

 

Unsere Feuerwehr besteht, gleich im Aufbau wie andere Feuerwehren, aus der Einsatzabteilung, der Altersabteilung und der Jugendabteilung.

 

Die für den Einsatzdienst aktiven Mitglieder sind hierbei in der Einsatzabteilung zusammengefasst. Mindestalter hierfür ist 16 Jahre, das Höchstalter 67 Jahre.

 

Derzeit dienen bei uns 43 aktive Feuerwehrfrauen und -männer in der Einsatzabteilung, sowie 15 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.

 

Die Mitgliedschaft in der Feuerwehr richtet sich grundsätzlich nach dem jeweiligen Wohnsitz. Es können, nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz, aber auch Feuerwehrleute einer anderen Gemeindefeuerwehr Mitglied werden, die regelmäßig auch bei uns für Einsätze zur Verfügung stehen (Doppelmitgliedschaft).

 

Die Leitung der Wehr obliegt, wiederum unter Führung des Gemeindebrandmeisters, unserer Ortsbrandmeisterin. Sie wird unterstützt in ihrer Tätigkeit durch das sogenannte Ortskommando. Dieses besteht aus unserer Ortsbrandmeisterin, dem stv. Ortsbrandmeister, dem Jugendfeuerwehr-, Schrift-, Gerätewart und dem Sicherheitsbeauftragten, samt den Zug- und Gruppenführern als Beisitzern.


Zuggliederung

Alle Feuerwehren der Samtgemeinde Amelinghausen wurden in insgesamt vier Züge, als feuerwehrtaktische Einheiten, eingeteilt. Neben den originären Aufgaben der Brandbekämpfung und der einfachen technischen Hilfeleistung haben die Züge hierbei jeweils weitere spezielle Aufgaben übernommen.

 

Die Feuerwehren Soderstorf und Raven/Rolfsen bilden hierbei unter dem Zugführer Sascha Westermann zusammen den 2. Zug mit dem Schwerpunkt Wasserförderung.

 

Feuerwehrhaus Freiwillige Feuerwehr Soderstorf

Geschichte

Ein Brandstifter versetzte Mitte der 1920er Jahre die kleinen Dörfer rund um Soderstorf, sowie in den benachbarten Landkreisen in Angst und Schrecken. Immer wieder brannten Scheunen und ganze Höfe mit Erntevorräten nieder. Dies bot unter anderem im September 1928 den Anlass, auch in dem damals 370 Einwohner zählenden Heidedörfchen Soderstorf eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. 35 Männer waren spontan als Gründungsmitglieder eingetreten. Die kleine Gemeinde beschaffte zuerst mit einer Magirus Motorspritze TS 8/8 geradezu eine technisch hochmoderne „Wunderwaffe“! Sie war die erste – auf einem Wagen verlastete und von Pferden gezogene – Tragkraftspritze im gesamten Unterkreis. Erster Feuerwehrhauptmann der Wehr wurde Georg Müller, der ab dem Jahr 1929 im frisch eingweihten ersten Spritzenhaus direkt an der Hauptkreuzung seinen Dienst leisten konnte. Bereits die frühen ersten Jahren der Wehr beweisen die Notwendigkeit durch die Bewältigung vieler, auch überörtlicher, Einsätze. Das leistungsstarke Gerät erweist sich hier als überaus zweckdienlich.
Anfang der 1950er Jahre wurde das Material und Gerät dannn auf zwei selbstgebaute TSA (Zragkraftspritzenanhänger) verlastet. Einer hiervon wurde dabei im Kieselgurwerk in Schwindebeck stationiert. Die Mannschaftsstärke steigt zu dieser Zeit mittlerweile auf bis zu 60 Kameraden. Außerdem werden vier Wettkampfgruppen unterhalten. Gemeindebrandmeister in den Jahren ist Willi Ewigleben, ihm zur Seite steht der sehr aktive Gruppenführer Otto Vogt.
Durch die zunehmende Übungstätigkeit der britischen Besatzungsarmee Ende der 1950er Anfang der 1960er Jahre kommt es immer wieder zu weiteren Feuerwehreinsätzen. Hieraus resultiert etwa, dass 1964 vom Bund das erste LF 16 TS bei uns stationiert wird. Es findet seinen Platz kurze Zeit später auch in der mittlerweile neuen Feuerwehrgarage an der Evendorfer Straße.

Mit der Gebietsreform 1974 wird Soderstorf in die Samtgemeinde Amelinghausen, im Landkreis Lüneburg, eingegliedert. Nach wiederholten Führungswechseln wird 1977 Günter Masuhr Ortsbrandmeister und führt den Neuaufbau der Feuerwehr Soderstorf in dieser Zeit an. Der Schwindebecker TSA wird durch ein gebrauchtes TLF 16 T aus Amelinghausen ersetzt. Weiterhin wird unsere Feuerwehr in die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Lüneburg eingebunden. Das Einsatzgeschehen dieser Zeit wird maßgeblich geprägt von Einsätzen rund um die britische Armee und ihre Manöver, sowie etliche Gebäude- und Waldbrände.
Ab den 1980er Jahren verändern sich Rahmenbedingungen und Ausrüstung unserer Feuerwehr abermals grundlegend. 1982 wird die Freiwillige Feuerwehr Soderstorf zur zweiten Stützpunktfeuerwehr in der Samtgemeinde Amelinghausen aufgewertet und Helmut Hoffmann übernimmt die Funktion des Ortsbrandmeisters. Das neue und heutige Feuerwehrhaus wird schließlich am 31.08.1985 eingeweiht und vereinigt erstmals Personal und Gerät unter einem Dach, inklusive Schulungs- und Sozialräumen. Auch mit dem erstmaligen Eintritt von Frauen in die aktive Einsatzabteilung, wird in dieser Periode ein weiteres zukunftsweisendes Zeichen gesetzt. Die Fahrzeugausrüstung (TLF und LF) wird im Jahr 1986 erneuert und durch einen Ölschadensbekämpfungsanhänger ergänzt. Das Einsatzgeschehen wird nun mehr von Umwelteinsätzen, sowie weiterhin von vielen Brandeinsätzen bestimmt. Ab 1988 wird dann Herbert Heuer Ortsbrandmeister, die Mannschaftsstärke liegt dann bei 46 aktiven Feuerwehrleuten, davon immerhin 6 Frauen.
Ab Mitte der 1990er Jahre ändert sich das Einsatzgeschehen der Feuerwehr Soderstorf bedingt durch den Abzug der britischen Truppen erheblich. Es traten wieder die eigentlichen Aufgaben einer Ortsfeuerwehr in den Mittelpunkt. Ortsbrandmeister von 1995 – 2002 ist jetzt Christian Sievert, der 2002 wiederum erneut von Herbert Heuer abgelöst wird. Neu im Einsatzspektrum sind ab Sommer 2002 die Hochwassereinsätze in Horneburg Kreis Stade und die Jahrhundertfluten 2002, 2006, 2011 und 2013 im Amt Neuhaus an der Elbe. Für uns Heidehasen mal ganz was anderes.


Ehemalige Ortsbrandmeister

Um den Dienst in unserer Wehr haben sich bislang folgende ehemalige Ortsbrandmeister verdient gemacht:
1928 – 1948        Georg Müller
1948 – 1971        Willi Ewigleben
1971 – 1973        Willi Schröder
1973 – 1977        Werner Müller
1977 – 1982        Günter Masuhr
1982 – 1988        Helmut Hoffmann
1988 – 1995        Herbert Heuer
1995 – 2002        Christian Sievert
2002 – 2013        Herbert Heuer
seit 2013             Claudia Hoffmann